KoSIT-Validator selbst betreiben oder eine API nutzen?

Die offiziellen Werkzeuge zum Prüfen von E-Rechnungen sind Open Source. Wann sich der eigene Betrieb lohnt, was er laufend kostet und wann eine gehostete API die bessere Wahl ist – ein ehrlicher Vergleich, auch von einem API-Anbieter.

Stand: 29. Oktober 2026. Sprache: English

Die Bausteine

  • KoSIT-Validator (Java, Apache 2.0) mit der Prüfkonfiguration XRechnung: prüft XRechnung und EN 16931 in UBL und CII. Die Konfiguration erscheint mehrmals im Jahr neu und muss jeweils eingespielt werden.
  • Mustang (Java, Apache 2.0) mit den ZUGFeRD-/Factur-X-Regeln von FeRD und FNFE-MPE: liest und schreibt ZUGFeRD-PDFs und prüft ihr XML.
  • veraPDF (GPL-3.0 oder MPL-2.0): prüft, ob das PDF wirklich PDF/A-3 ist.
  • Für weitere Länder: die Peppol-BIS-Regeln von OpenPeppol, die französischen Regeln BR-FR, CIUS-RO, HR-CIUS, die FatturaPA- und KSeF-Schemas – jeweils mit eigenem Veröffentlichungsrhythmus.

Diese API nutzt genau diese Werkzeuge und Regelwerke unverändert. Unterschiedlich ist, wer sie betreibt und aktuell hält.

Vergleich

Selbst betreibenEU E-Invoice API
KostenLizenzfrei; Server und ArbeitszeitKostenlos bis 100 Dokumente pro Monat, danach ab 29 € pro Monat
EinrichtungJava-Dienst, Konfiguration und Regelwerke einbinden, BetriebAPI-Schlüssel holen, HTTP-Aufruf
Regel-UpdatesNeue Releases selbst beobachten, testen und ausrollenWerden beobachtet und eingespielt; die Version steht in jeder Antwort, kommende Regeln prüft /v1/preview/validate
FormatePro Format ein eigenes WerkzeugEin Aufruf für XRechnung, ZUGFeRD, Peppol, FatturaPA, KSeF, CIUS-RO, HR-CIUS und die französischen Regeln
ErgebnisXML-Bericht (KoSIT) bzw. eigene Ausgabe je WerkzeugEinheitliches JSON mit Regel-ID, Schweregrad, XPath und Link zur Regelseite
Auslesen und ErzeugenMapping selbst schreiben/v1/parse liefert EN-16931-JSON, /v1/generate schreibt geprüfte Dokumente
DatenVerlassen das eigene Netz nichtVerarbeitung nur im Arbeitsspeicher auf Servern in Deutschland, keine Speicherung
AbhängigkeitKeineVerfügbarkeit des Dienstes; keine zugesagte Verfügbarkeit (SLA)

Wann sich der eigene Betrieb lohnt

  • Sie verarbeiten sehr große Mengen, und Ihr Team betreibt ohnehin Java-Dienste.
  • Rechnungen dürfen Ihr Netz nicht verlassen, auch nicht für die Prüfung.
  • Sie brauchen nur ein Format, etwa XRechnung, und können die Releases der KoSIT selbst verfolgen.

Wann eine API die bessere Wahl ist

  • Ihre Software ist nicht in Java geschrieben oder Sie wollen keinen zusätzlichen Dienst betreiben.
  • Sie brauchen mehrere Länder oder auch das Auslesen und Erzeugen, nicht nur die Prüfung.
  • Sie wollen Regel-Updates nicht selbst beobachten und testen.

Beides lässt sich kombinieren: Mit ?ruleset=xrechnung@3.0.2 pinnen Sie eine Version und vergleichen Ergebnisse mit Ihrer eigenen Installation.

Mehr: Leitfaden E-Rechnung ab 2027 · API-Dokumentation (Markdown) · Regelverzeichnis

Probieren Sie die Prüfung mit einer eigenen Datei aus – kostenlos im Browser, ohne Anmeldung.